Typklassen

Je niedriger die Typklasse, desto billiger ist ein Auto in der Versicherung

Wieviel ein Auto in der Versicherung kostet, ist abhängig von der Typklasse, in die der betreffende Fahrzeugtyp eingestuft ist. Die Typklasse ist ein Indexwert, eine Zahl von 10 bis ... Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Typklasse, desto billiger ist ein Auto in der Versicherung.

Jeder Fahrzeugtyp hat drei voneinander unabhängige Typklassen für die drei Versicherungsarten: Kfz-Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung und Vollkaskoversicherung. Die Typklassen der Kfz-Haftpflichtversicherung bewegen sich auf einer Skala von 10 bis 25. Die Teilkaskoversicherung kennt Typklassen von 10 bis 33, die Vollkaskoversicherung von 10 bis 34. Die Typklasse beeinflusst maßgeblich die Höhe des Versicherungsbeitrags. Niedriger heißt dabei immer günstiger. Die Preisunterschiede sind teilweise gigantisch, besonders für junge Autofahrer. Es lohnt sich daher, die Typklasseneinstufung eines Autos bereits im Vorfeld des Kaufs zu berücksichtigen.

Die Autoampel bietet hierfür eine komfortable Typklassen-Suchmaschine. Die Typklassen werden dort intuitiv in den Ampelfarben dargestellt: Grün weist auf niedrige Typklassen hin, Gelb kennzeichnet mittelmäßige, Rot warnt vor hohen Typklassen.

Typklassen basieren auf Schadensstatistiken

Die Typklasse als Indexwert spiegelt wider, wie riskant es für den Versicherer ist, ein Auto des betreffenden Typs zu versichern. Technische Merkmale wie etwa die Motorleistung spielen heutzutage keine unmittelbare Rolle mehr. Stattdessen wird das Risiko rein empirisch bewertet anhand der Schadensstatistiken: Je mehr bzw. teurere Schäden für einen Fahrzeugtypen durchschnittlich zu regulieren sind, desto höher ist seine Typklasse und damit der Versicherungsbeitrag. Dies bedeutet, dass leider auch besonnene und vorsichtige Fahrer quasi in Sippenhaft genommen werden für Unfälle, die andere Fahrer mit Autos des gleichen Typs verursachen. Denn diese treiben in der Summe die Schadensstatistik nach oben und sorgen so für eine hohe Typklasse und teure Beiträge für alle Autos dieses Typs.

Es ist logisch, dass Autotypen, die von Führerscheinneulingen oder "sportlichen" Fahrern bevorzugt werden, häufiger in selbstverschuldete Unfälle verwickelt und daher insbesondere in der Haftpflichtversicherung meist in eine höhere Typklasse eingestuft sind als typische "Familienkutschen" oder gar Oldtimer. In den Kaskoversicherungen dagegen sind es vor allem die hochwertigen Fahrzeuge, die wegen höherer Diebstahlzahlen und teurerer Reparaturen in den oberen Typklassen rangieren. Dies sind jedoch nur Tendenzen. Man sieht einem Auto seine Typklasse nicht an. Nicht selten sind sehr ähnliche Typen in völlig unterschiedliche Typklassen eingeordnet. Klarheit schafft hier nur die gezielte Suche.

Für alle deutschen Versicherer gelten die gleichen Typklassen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem fast alle deutschen Versicherer angehören, ermittelt die Typklassen und gibt sie als Empfehlung an alle seine Mitglieder heraus. Theoretisch könnten einzelne Versicherer zwar davon abweichen, sie tun es aber normalerweise nicht. Die Typklassen sind also faktisch allgemeingültig für Deutschland. Zwar haben unterschiedliche Versicherer unterschiedliche Preise; dennoch sind die Beiträge für Autos mit niedrigen Typklassen beim gleichen Versicherer stets günstiger als die für Autos mit hohen Typklassen.

Typklassen können sich ändern

Eine Anpassung der Typklassen erfolgt einmal jährlich zum 1. Oktober auf der Grundlage der Schadensstatistiken des Vorjahres. Dadurch können Typklassen und somit Versicherungsbeiträge steigen oder sinken. Die Änderungen von einem Jahr auf das nächste sind in der Regel nicht dramatisch; im Laufe der Jahre können sich jedoch deutliche Trends nach oben oder unten ergeben, die es zu beachten gilt.

Wieviel kostet ein Auto mit Typklasse xy in der Versicherung?

Wie hoch der Versicherungsbeitrag für ein Auto mit einer bestimmten Typklasse ist, lässt sich leider nicht allgemeingültig sagen. Denn neben der Typklasse haben noch andere Faktoren Einfluss auf die Beitragshöhe. Dies sind insbesondere solche Faktoren, die sich auf die Person des Versicherungsnehmers/Halters/Fahrers des Autos beziehen und meist nicht einfach beeinflussbar sind – etwa sein Wohnort (Regionalklasse), Beruf, Alter oder die Zahl seiner unfallfreien Jahre (Schadenfreiheitsklasse). Grundsätzlich gilt aber immer: Wer sich ein Auto mit einer niedrigen Typklasse sucht, kann sehr viel Geld bei der Versicherung sparen – laut unserem Praxistest bis zu 82 Prozent in der Haftpflichtversicherung.

Die Autoampel hilft Ihnen bei der Suche nach Autos mit niedrigen Typklassen. Nutzen Sie unsere Typklassen-Suchmaschine oder werfen Sie einen Blick in die Typklassen-Liste.

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